So fing alles an ...........

Als wir 1986 entschieden hatten, dass wir uns unseren ersten gemeinsamen Hund zulegen wollten, blätterten wir in der Tageszeitung und suchten nach Welpen. Dort fanden wir durch Zufall eine Anzeige von Deutschen Doggen Welpen. Wir riefen dort an und machten mit dem Züchter einen Termin aus. Doggen hatten wir zuvor nur auf Bildern gesehen und wir hatten auch keine Ahnung, was uns erwarten würde.

Nachdem wir beim Züchter ankamen, begrüßten uns zuerst 2 große Doggendamen. Es war die Mutter der Welpen und ihre Schwester. Sie kamen uns riesig vor, aber weil sie so lieb und anschmiegsam waren, hatten wir nach kurzer Zeit keine Angst mehr vor ihnen. Dann zeigte uns der Züchter die beiden Kleinen, die noch zu verkaufen waren. Er führte uns zum Zwinger und wir sahen einen schwarzen Doggenrüden und eine schwarze Doggenhündin. Sie waren aber gar nicht mehr so klein, beide waren nämlich schon 6 Monate alt. Nach kurzer Zeit entschieden wir uns für die schwarze Hündin, namens "Ariane vom Lingener Forst".
Ach so, eine Ahnentafel war auch noch dabei.

Kurz danach saß sie auch schon bei uns im Auto. Auf dem Weg nach Hause entschieden wir, dass Ariane bei uns "Kimba" heißen sollte.
Zu Hause angekommen, erklärten uns unsere Eltern für verrückt. Aber Kimba hatte alle im Handumdrehen eingewickelt.

Kimba war eine tolle Dogge, obwohl sie manchmal einen sehr eigenwilligen Kopf hatte. Wenn wir spazieren gingen, meinten die Leute immer, es wäre ein Dobermann, weil sie so klein und schmal war. Auf Ausstellungen sind wir mit ihr nie gefahren und mit 2 Jahren ließen wir sie kastrieren.

Als unser Sohn 1989 geboren wurde, stellten wir schnell fest, dass Kimba auch der richtige Familienhund für uns war. Sie war sehr kinderlieb. Sie begleitete uns 8 Jahre lang. Es war eine sehr schöne Zeit mit ihr, die wir nie vergessen werden.

1995 kam dann "Tajmahal von Haus Tiefenbach" zu uns.
Denn wer einmal eine Dogge hatte, kommt nicht mehr davon los.

Nach kurzer Zeit merkten wir, dass Tajmahal eine ganz andere Dogge war. Sie hatte einen noch besseren Charakter und sie war noch viel anhänglicher, als Kimba. Mit ihr waren wir auch auf unseren ersten Ausstellungen.

1998 entschlossen wir uns, dass wir von Tajmahal eine Hündin haben möchten.
Diese wunderbare Hündin muss doch genauso tolle Welpen bekommen !
Also ließen wir Tajmahal decken. Im ersten Wurf wurden 2 Rüden geboren. 
1999 ließen wir sie nochmals decken. Dort war endlich unsere Hündin dabei.

Wir dachten, dass wir noch einmal eine Tajmahal bekommen. Uns wurde aber schnell klar, dass es keine zweite Tajmahal gibt. Sie war einmalig. Wir haben festgestellt, dass jede Dogge ihren eigenen unverwechselbaren Charakter hat, und das ist auch gut so.

So begann also unsere Zucht: Deutsche Doggen "in Flagranti"

"Tajmahal von Haus Tiefenbach" war der Grundstein unserer Doggenzucht.
Sie verstarb im September 2006 im stolzen Alter von 11 Jahren und 3 Monaten.

Das Züchten bereitet uns sehr viel Spaß. Liebevoll ziehen wir die kleinen Doggen, nach bestem Wissen und Gewissen, auf.

In den ersten 3 bis 4 Lebenswochen wohnen die Welpen, mit ihrer Wurfkiste, in unserem Wohnzimmer. Danach ziehen sie in unser gefliestes und beheiztes Hundezimmer mit Auslauf, das direkt unserem Haus angeschlossen ist. Natürlich behalten sie hier ständig den Kontakt zu uns und zu unseren anderen Doggen, z.B. beim täglichen Spielen in unserem großen Garten.

Unsere Doggen leben zum Teil mit uns im Haus, die übrigen wohnen in unserem Hundezimmer. Zwischendurch dürfen natürlich alle ins Haus.

Wir haben uns zum Ziel gesetzt, gesunde, lang lebende und wesensstarke Doggen zu züchten und sie auf alles, so gut es geht, vorzubereiten. Leider gelingt dies einem Züchter nicht immer, wir setzen aber alles daran, unser Ziel zu erreichen.

Sobald der Welpe in seinem neuen Zuhause lebt, sind wir bemüht, falls Probleme oder Fragen aufkommen, diese zu lösen bzw. zu beantworten. Es interessiert uns immer, wie es unserer Nachzucht geht.
Bei uns gilt nicht die Devise: "Aus dem Auge, aus dem Sinn ......... "

Deutsche Doggen werden uns wohl unser ganzes weiteres Leben lang begleiten. Ein Leben ohne sie können wir uns nicht mehr vorstellen. Wir haben Deutsche Doggen lieben gelernt.

Susanne u. Michael Martin
September 2006